■ MediaBazaar: Der Campus geht auf Sendung
Am Mittwoch war es endlich soweit. Ab 19.10 Uhr sendete Radio Bremen 2 die erste Ausgabe des Unimagazins „CampusRadio“. Das Projekt, welches künftig jeden Mittwoch zwischen 19.10 und 20 Uhr im Einzugsbereich der Bremer und Oldenburger Universitäten zu hören sein wird, geht auf eine gemeinsame Initiative des Oldenburer Uni-Präsidenten Daxner und des Radio Bremen-Hörfunkdirekters Vinke zurück.
An sich liegt die Idee eines Uniradios recht nahe. Im Großraum Bremen-Oldenburg bilden ca. 35.000 StudentInnen, Universitätsangestellte und Lehrpersonal ein geschlossenes Publikumssegment. Ein durchaus attraktives HörerInnenpotential für ein „Minderheiten“-Programm wie Radio Bremen 2. „Campus-Kultur entwickeln“ will Winnie Abraham, Pressesprecherin der Uni Bremen, mit dem neuen Programm, das sich keinesfalls an das Vorbild der US- „College Radios“ anlehnen will. Mit Wortbeiträgen zur Situation der Studierenden und Lehrenden möchte „CampusRadio“ seine Zielgruppe vor allem informieren. Wer auf „Indie-Charts“, Grüße und Sportberichte wartet, sollte besser gleich die Frequenz wechseln.
Denn CampusRadio ist keine studentische Alternativ-Ini. Nicht nur die Musikauswahl liegt in der Hand des Senders. Auch die redaktionelle und technische Verantwortung der Sendung obliegt den Profis von Radio Bremen. Für das Projekt wurde eigens ein Redakteur abgestellt, der die Themen der Woche in einer gemeinsamen Redaktionssitzung mit den Pressestellen der beiden Unis abstimmen soll. Erst dann kommen die freien studentischen Mitarbeiter zum Zuge: Sie sollen an ihren Unis die Interviews, Meinungsumfragen und O-Töne zusammensammeln.
Neben einem kleinen Salär werden die Mitarbeiter des „CampusRadios“ vor allem mit „beruflichen Qualifikationsmöglichkeiten“ entlohnt: Den Studis winkt ein Einstieg in die Praxis, vielleicht sogar eine Hörfunkkarriere bei Radio Bremen. Interessante Beiträge aus dem Campusfunk will Radio Bremen 4 ins reguläre Programm von Radio Bremen 4 übernehmen.Hellga Baltschun/Gunter Becker
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