: Demos gegen Sparkurs
Erneute Straßenblockaden in Argentinien gegen Kürzungen bei Renten und Gehältern. Krise verschärft
BUENOS AIRES dpa ■ Aus Protest gegen den rigorosen Sparkurs der argentinischen Regierung haben gestern erneut zehntausende Arbeitslose, Staatsangestellte und Rentner mit landesweiten Aktionen wichtige Straßen blockiert. Die Regierung von Präsident Fernando de la Rua hatte zur Abwendung einer Zahlungsunfähigkeit Kürzungen bei Renten und Staatsgehältern von 13 Prozent durchgesetzt. Wegen der seit drei Jahren andauernden Wirtschaftskrise ist die Arbeitslosigkeit auf den Rekordwert von mehr als 16 Prozent gestiegen.
An den internationalen Finanzmärkten wird seit Monaten mit der Zahlungsunfähigkeit Argentiniens gerechnet. Das Land hat kaum noch Zugang zu Krediten und große Schwierigkeiten, seine über Jahrzehnte angehäuften Auslandsschulden zu bedienen. Nachdem der Internationale Währungsfonds argentinische Wünsche nach zusätzlichen Krediten abgelehnt hatte, verschärfte sich die Krise weiter.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen