piwik no script img

■ Demonstration gegen Entlassung in ChinaArbeitslosen reißt der Geduldsfaden

Peking (AP) – Rund 1.000 entlassene Fabrikarbeiter haben in der zentralchinesischen Stadt Wuhan gegen ihre Entlassung demonstriert, wie eine Menschenrechtsorganisation am Freitag berichtete. Bis zu 30.000 Schaulustige hätten sich am Donnerstag dem Protestmarsch angeschlossen, erklärte das in Hongkong ansässige Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratische Bewegung. Die Polizei habe neun Stunden nach Beginn der Proteste die Demonstration aufgelöst; Verletzte habe es nicht gegeben. Eine Vertreterin der Stadtverwaltung von Wuhan sprach dagegen von höchstens 1.000 Demonstranten. Die Arbeiter waren dem Informationszentrum zufolge von einem ehemaligen Staatsunternehmen mit keinen oder nur geringen Abfindungen entlassen worden. 1997 gab es in China Hunderte von Demonstrationen entlassener Arbeiter. Die privatisierten Unternehmen entlassen zunehmend Beschäftigte, für die es aber noch kein funktionierendes staatliches Sozialsystem gibt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen