Debatte Bildungsstreik 2010: Space statt Räume erobern!
Die neuen Medien sind nur bedingt ein Spielbereich der Mächtigen auf unserem globalisierten und technologisierten Planeten. Warum machen wir nicht unsere eigenen Schlagzeilen?
E ine effektive Besetzung findet nicht nur in Räumen, sondern vor allem in den Köpfen statt. Ein reiner "Besetzungsstreik" wird kaum progressive bildungspolitische Veränderungen mit sich bringen. Denn die wichtigen Räume sind längst keine Hörsäle mehr, sondern der Space im Netz. Wer den Protest weiterdenken will, muss die Köpfe erreichen!
So dezentral wie der Bildungsprotest derzeit organisiert ist, so dezentral funktioniert auch das Web 2.0. Dort ist ein Teil unserer Utopie längst Realität - jenseits aller Bezahlmentalität ist dort Wissen frei verfügbar. Jeder Ort dieser Welt mit einem freien Internetzugang muss daher ein strategisches Ziel eines effektiven Protests sein.
Gerade die neuen Medien sind nur bedingt ein Spielbereich der Großen und Mächtigen auf unserem globalisierten und technologisierten Planeten. Was wäre also, wenn wir unsere eigenen Schlagzeilen machten? Wir wissen wo die Uni, die Schule, der Bildungsbereich brennt!
Patrick Luzina, 30, ist Sprecher im Bundesvorstand von Campusgrün, dem Bündnis grün-alternativer Hochschulgruppen.
In Deutschland, Europa, in anderen Ländern auf unserer Welt. Wir sind diejenigen die bestens informiert sind. Und wir sind die, die wissen, wo wir Schlagzeilen machen können. Facebook, Twitter, StudiVz und das gesamte Web 2.0 sind erstklassige Protest-Kohorten. Und es werden ständig mehr. Wer freie Bildung für alle will, muss das Netz erobern. "Solidarität ist eine Waffe" - die subjektive Kollektivität des Web 2.0 ist aber auch eine. Das schönste daran: Diese Revolution ist völlig umsonst.
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