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David gegen Goliath

■ Energie-Institut: Stadtwerke mit Chancen

Immer mehr Energieexperten fordern wegen der Liberalisierung des Strommarktes eine Regulierungsbehörde, die wie beim Telefonmarkt für fairen Wettbewerb sorgt. Vor allem kleinere Energie-Anbieter wie Stadtwerke würden durch die Liberalisierung des Marktes Schwierigkeiten bekommen. Nach einer Untersuchung des Energieexperten Wolfgang Paffenberger vom Bremer Energieinstitut haben die Stadtwerke trotz wachsender Schwierigkeiten aber durchaus gute Überlebenschancen. Nach der Studie, die am Mittwoch von den Stadtwerken Kassel erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird, müssen zwischen 2005 und 2015 neue Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 30 Gigawatt (30 Milliarden Watt) gebaut werden, um Altanlagen und Atommeiler zu ersetzen. Weil dann meist vebrauchernahe Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gefragt seien, hätten Stadtwerke gute Chancen, mit den großen Konzernen strategische Beteiligungen einzugehen.

In diesem Zusammenhang warnte der Experte der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr, Uli Hoffmann, vor einem voreiligen Ausverkauf der Stadtwerke an Energieriesen. Schließlich handele es sich bei kommunalen Anlagen um Bürgereigentum. Kommunalpolitiker seien deshalb gefordert, vor einem Verkauf die Bürger zu befragen. AFP