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Das letzte Schaumbad

■ Die Geschichte eines Abschieds: Gestern schloß der Shampoohersteller Schwarzkopf sein Werksgelände in Schöneberg / Die Maschinen wurden bereits nach Bayern verlagert

Nach 65 Jahren schloß gestern der Shampoohersteller Schwarzkopf seine Produktionsstätte in Schöneberg. Neuer Eigentümer wird ab heute die Immobiliengesellschaft Concordia, die das Gelände im vergangenen Jahr erwarb. Die Herstellung von Shampoos ruht schon seit Monaten in dem 1929 eingeweihten Werk an der Alboinstraße. Statt dessen erfolgte die Demontage der Anlagenteile, die in das oberfränkische Schwarzkopf-Werk in Wassertrüdingen verlagert wurden. Das endgültige Aus für das Schwarzkopfwerk in Berlin, das nach der Vereinigung für eine kurze Zeit einen Boom erlebte, war von der Konzernspitze im vergangenen Jahr beschlossen worden. Offizielle Begründung: „Überkapazitäten“ und „mangelnde Auslastung“. Ein Teil der zuletzt 480 Beschäftigten soll nun in einer Beschäftigungsgesellschaft aufgefangen werden. Dafür streitet ein von Schwarzkopf-Mitarbeitern gegründeter Verein. Severin Weiland

Alle Fotos: Paul Langrock/Zenit

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