■ QUERBILDER: Das Versprechen
Drei Jahrzehnte deutscher Teilung werden in der Politparabel von Margarethe von Trotta erzählt, mit der sie aus dem italienischen Exil zurückkehrt. Im Jahr des Mauerbaus wollen Sophie (Meret Becker) und Konrad aus Ostberlin fliehen. Doch nur sie erreicht durch einen Kanal den Westen, er bleibt zurück, wird ein angesehener Wissenschaftler in der DDR; Sophie läßt sich in West-Berlin nieder. In 28 Jahren sehen sie sich ganze vier Mal, zeugen ein Kind im Prager Frühling, durchleben exemplarisch Kalten Krieg und Entspannung und treffen sich schließlich wieder am 9. November 1989, am Tag als die Mauer bröckelt. Bei der Berlinale wurde von Trottas Film kräftig ausgebuht, selbst die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen Meret Becker und Corinna Harfouch, die Sophie in verschiedenen Lebensphasen darstellen und ganz paritätisch aus Ost und West stammen, distanzierten sich im Anschluß vom Ergebnis.
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