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Das Salz im Lesegericht

Werkstattbericht Ab 2. Oktober kommt die neue taz. Wir berichten über die Neugestaltung. Heute: die LeserInnenbriefe. Mittwochs und samstags gehört ihnen künftig eine ganze Seite. Dazwischen: der Brief des Tages

Kritik hält eine Zeitung wach; Kritik ist auch das Salz in jedem Lesegericht. Noch nie sind Sie als taz-LeserInnen zimperlich mit uns als Zeitung umgegangen. Aber wenn Sie begeistert sind, dann erfahren wir das auch postwendend.

Die Lebendigkeit der LeserInnenbriefe hat uns auf die Idee gebracht, Ihre Kreativität auch unter der Woche einmal groß herauszustellen. In der neu gestalteten taz werden die Briefe deshalb immer mittwochs einen prominenteren redaktionellen Auftritt bekommen.

Bisher haben Ihre Zuschriften in der Werktagsausgabe ein unauffälliges Dasein in der Randspalte geführt. Sie kam so bescheiden grau und bleiwüstig daher, dass man sie häufig schlicht übersehen hat. Diese Briefspalten wurden leider auch weitaus weniger gelesen als die große Briefseite in der taz.am wochenende, die mit einem eigenen Layout die Aufmerksamkeit der taz-LeserInnen und RedakteurInnen auf sich zieht. Deshalb erscheint nun ab Oktober nicht nur an den Wochenenden eine ganze Seite mit LeserInnenbriefen, sondern auch an jedem Mittwoch. Und zwar nicht irgendwo hinten in der Zeitung: Wir bringen die LeserInnenbriefe auf Seite vier, damit sie einen größeren Stellenwert im Blatt bekommen.

Neben der nun prominenteren Präsentation möchten wir aber auch garantieren, dass unsere LeserInnen weiterhin in jeder Ausgabe der taz zu Wort kommen. Deshalb drucken wir ab dem 2. Oktober täglich einen „Leserbrief des Tages“. Am Wochenende bleibt es bei der gewohnten ganzen Briefseite. Ihre Zuschriften sind für uns oft ein Kompass, eine wichtige Orientierungshilfe hinsichtlich Ihrer Wünsche, Hoffnungen – und auch Enttäuschungen! – im täglichen poli­tischen Leben mit der taz. Ihre Hinweise und Anmerkungen geben des Öfteren auch Anstöße für Kommentare oder weitergehende Recherchen der Redaktion.

Die taz-LeserInnenkommentare sind etwas Besonderes. Sie nehmen sich Zeit für Ihre Briefe an uns. Und wir nehmen uns künftig noch mehr Zeit für die Gestaltung Ihrer Le­serInnenbriefseite am Mittwoch und am Samstag und für die Auswahl des wichtigsten Briefs an den anderen Tagen.

Es freut uns immer wieder, wie kreativ und originell etliche Briefe geschrieben sind. Karikaturen haben wir schon erhalten, Satiren, Persiflagen und einige Gedichte, die tatsächlich diesen Namen verdienen. Aber auch ihre aktuellen Kommentierungen und Analysen haben es in sich! Die Vielfalt Ihrer Reaktionen auf die tägliche taz wird im Rahmen der beiden gestalteten Briefseiten nun auch ästhetisch zur Geltung kommen – und der LeserInnenbrief des Tages wird uns jeden Morgen an Ihre Sichtweise erinnern.

Gaby Sohl ist Leserbriefredakteurin der taz. Bis zum Start der neuen taz am Montag, den 2. Oktober, bringen wir jeden Tag einen Werkstattbericht zu den konzeptionellen und gestalterischen Veränderungen der Zeitung. Die neu gestaltete taz.am wochenende erscheint dann am 7. Oktober. Alle Werkstattberichte finden Sie im Internet 7unter taz.de/neu

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