Corona und Berlin: BER nicht virusgefährdet
Sowohl der Probebetrieb des Flughafens wie auch dessen Eröffnung sollen wie geplant stattfinden. Zahl der Fluggäste und Flüge sinkt.
Der Probebetrieb auf dem BER ist laut Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) nicht durch das Coronavirus gefährdet – jedenfalls nicht nach derzeitigem Ermessen. FBB-Sprecher Hannes Hönemann sagte der taz, die Entwicklung sei zwar „ohne Glaskugel schwer zu beantworten“, im Moment sehe man aber die Ende Juni beginnenden Simulationen mit insgesamt rund 20.000 KomparsInnen „in keiner Weise in Gefahr“. Entsprechendes gelte für die geplante Inbetriebnahme des Flughafens Ende Oktober.
Laut Hönemann ist der Probebetrieb nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber ein seit Jahrzehnten eingeführter Standard, um einen guten Flugbetrieb zu gewährleisten. An den „normalen“ Terminen des Probebetriebs sollen jeweils rund 600 Personen teilnehmen, es gibt auch Sondertermine mit rund 1.000 Menschen. Ein erster Belastungstest findet nach bisheriger Planung schon am 29. April statt – dann wird eine Evakuierung des unterirdischen Flughafenbahnhofs inszeniert.
Zum aktuellen Betrieb in Tegel und Schönefeld sagte der FBB-Sprecher, man habe angesichts der Corona-Epidemie den Reinigungstakt erhöht und für ausreichende Desinfektionsmöglichkeiten gesorgt. „Wenn ein Flieger ankommt und uns eine Erkrankung an Bord meldet, organisieren wir sofort einen Krankenwagen, der die Person abholt.“
Am Mittwoch hatte die FBB aktuelle Zahlen veröffentlicht. Im Februar gab es demnach bei den Passagieren ein Minus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Starts und Landungen nahmen um 12,2 Prozent ab. Das hat laut Hönemann teilweise mit dem Coronavirus zu tun, da etwa die chinesische Fluggesellschaft Hainan Berlin derzeit nicht mehr anfliege. Mit der Absage der ITB und anderen Veranstaltungen werde sich dieser Trend wohl fortsetzen. Die sinkenden Zahlen spiegelten aber auch die generelle Entwicklung der Branche wider.
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