„Corona in der Welt“ – Honduras: Virus trifft auf Korruption

Die Pandemie wird von einer Skandal-Regierung gemanagt. Durch fehlende Kontrollen nehmen Menschenrechtsverletzungen zu.

Gläubige Frau, die ein Holzkreuz in den Händen hält

Gebet am Karfrei​tag in der Haupstadt Tegucigalpa Foto: reuters

TEGUCIGALPA taz | Kaum ein Land in Lateinamerika ist so schlecht auf eine Pandemie vorbereitet wie Honduras. Das geht aus dem von der Johns Hopkins University erstellten globalen Gesundheitssicherheits-Index (Global Health Security-Index) hervor. Laut dieser Skala hat nur Venezuela noch schlechtere Bedingungen, um mit einer solchen Pandemie fertig zu werden.

Jetzt ist Covid-19 im Land angekommen. Es sind 397 registrierte Fälle, und das Gesundheitssystem steht kurz vor dem Kollaps, was an den fehlenden Mitteln liegt – und an einem öffentlichen Gesundheitswesen, das die schlimmsten Konsequenzen staatlicher Korruption zu erleiden hatte.

Die Angst vor der Krankheit hält sich die Waage mit dem Misstrauen gegen Präsident Juan Orlando Hernández, der 2017 auf verfassungswidrige Art wiedergewählt wurde und eine lange Reihe von Korruptionsskandalen zu verantworten hat.

Im Angesicht der Notlage hat die honduranische Regierung ein Paket von insgesamt 638 Millionen US-Dollar beschlossen, um Schutzmaterialien zu kaufen, die Krankenhäuser auf den Umgang mit Covid-19-Patienten vorzubereiten und nach der Pandemie die Wirtschaft zu reaktivieren.

Noch hat die Coronapandemie den Globus fest im Griff. Doch allen Abschottungsversuchen zum Trotz wächst die Welt dieser Tage auch zusammen. Gerade jetzt ist es deswegen besonders wichtig, den eigenen Horizont zu erweitern.

Für die taz berichten nicht nur unsere Auslandskorrespondent*innen aus vielen verschiedenen Ländern. Auch ein weit verzweigtes Netz junger Journalist*innen, die seit 2011 an internationalen Workshops der taz Panter Stiftung teilgenommen haben, blickt für uns und unsere Leser*innen auf die Welt und verfolgt unser gemeinsames Ziel: die Pressefreiheit weltweit zu stärken.

Mehr als 500 Medienmacher*innen haben bislang an 37 internationalen Workshops mitgewirkt. Einige der Alumnis berichten in der Reihe „Corona in der Welt“ über den Einfluss von Covid-19 auf ihre Länder und Mitmenschen. Sie schreiben über die Situation in Honduras, Kambodscha, Kirgistan, Malaysia, Moldawien, Myanmar, Niger, Nigeria und der Ukraine. Sie ermöglichen uns allen einen neuen Blick.

Die Autor*innen sind – anders als hoffentlich das Virus – nicht zu stoppen. Das Gleiche gilt auch für die taz Panter Stiftung. Wir sind entschlossen, unsere Arbeit fortzusetzen, sobald es die Situation wieder zulässt. Dafür braucht es Kraft und Zuversicht. Und nicht zuletzt auch Sie!

Angesichts der Bewilligung einer so hohen Summe hat der Nationale Antikorruptionsrat (CNA) eine Erklärung verabschiedet. Er befürchtet, diese Situation könnte „die perfekten Bedingungen“ für Akte der Korruption schaffen.

Nicht geeignet

Ein erstes Beispiel ließ nicht lange auf sich warten: Am 16. März verkündeten die Behörden, man habe 140 Beatmungsgeräte gekauft, um Covid-19-Patienten in kritischem Zustand versorgen zu können. Experten des Colegio Médico de Honduras machten schnell darauf aufmerksam, dass die gekauften Geräte für diese Art von Patienten gar nicht geeignet sind.

Und im Transparenzportal des Finanzministeriums, das eingerichtet wurde, um Informationen über staatliche Beschaffungsmaßnahmen während der Notlage öffentlich nachvollziehbar zu machen, heißt es, die Beatmungsgeräte seien aus dem Haushalt der Katastrophenschutzbehörde Copeco beschafft worden – da tauchen aber nur 130 Geräte auf. Über die fehlenden 10 und die Gründe für die Diskrepanz gibt es keinerlei Informationen.

Mit diesen Widersprüchen konfrontiert gab Präsident Hernández schließlich zu, dass die Information über die mangelnde Eignung der Geräte stimme, dass aber nirgends auf der Welt mehr die richtigen Beatmungsgeräte zu bekommen seien, sodass das Land sie nicht kaufen konnte. Zu den fehlenden 10 Geräten gab es von den Behörden auf Anfrage einiger Medien überhaupt keine Antwort.

Fehlende Transparenz

Die Unstimmigkeiten bei diesem Einkauf sind nur ein Beispiel für die fehlende Transparenz, mit der die Behörden seit der Ausrufung des Nationalen Notstands wegen Covid-19 am 16. März agieren. Der Notstand erlaubt es ihnen, Materialien einzukaufen und Dienstleistungen in Auftrag zu geben, ohne dass Eignung und Qualifikation der beauftragten Unternehmen überprüft wird.

Es gibt unzählige Fragwürdigkeiten bei der Verwaltung des Staatshaushalts. Die Behörden agieren unter der Aufsicht von Institutionen, die sie selbst beauftragt haben. Die Kirchen zum Beispiel spielen in der Regierung eine immer wichtigere Rolle, obwohl die Verfassung dem Einfluss religiöser Vereinigungen eigentlich klare Grenzen setzt. Und eine zentrale Rolle kommt dem Nationalen Konvergenz-Forum (Fonac) zu, offiziell eine Organisation der Zivilgesellschaft zur Umsetzung nationaler Vorhaben.

Das Fonac ist derzeit damit beauftragt, die Verteilung von Lebensmittelrationen an die ärmste Bevölkerung zu kontrollieren und zu überprüfen, ob die wichtigsten Krankenhäuser des Landes über alle notwendigen Ressourcen verfügen, um mit der Situation umzugehen.

Ob die Organisation dazu aber in der Lage ist, bezweifelt etwa Joaquín Mejía, ein angesehener Anwalt und Rechercheur der jesuitischen Bürgerrechtsorganisation Eric-SJ. Er bemängelt, dass eine Institution mit einer so wichtigen Aufgabe betreut werde, die gerade erst Ende Januar gegründet worden sei und die noch über keinerlei Erfahrung und Glaubwürdigkeit verfügt.

Stimmen sichern

Das Programm „Solidarisches Honduras“, das Fonac kontrolliert, hat zum Ziel, 800.000 Lebensmittelrationen an 3,2 Millionen Arme in diesem Land zu verteilen, das laut Daten der Weltbank den größten Anteil an armer Bevölkerung Lateinamerikas hat.

Das zentralamerikanische Honduras meldete am 12. März die ersten zwei Fälle von mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen. Beide Frauen waren vor Kurzem aus dem Ausland gekommen – eine aus Madrid, eine aus der Schweiz. Nur vier Tage später, beim Stand von sechs registrierten Fällen, rief die Regierung den Notstand aus. Wenig später galt eine landesweite Ausgangssperre. Grenzen, Luft- und Wasserwege sind zu. Bis Ostermontag waren 25 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Aber auch diesem Programm wird Korruption vorgeworfen: Es mehren sich die Anzeichen, dass die Lebensmittelrationen – im Wert von je gerade einmal 20 US-Dollar – nur an die Aktivisten der Regierungspartei abgegeben werden. So war es auch schon bei anderen Hilfsprogrammen der Regierung: Sie nutzt sie aus, um sich bei den nächsten Wahlen Stimmen zu sichern.

Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass in allen Ländern Zentralamerikas die Macht nicht aus der Demokratie heraus entsteht, sondern aus dem Einfluss der Streitkräfte. Die Pandemie scheint ein geeigneter Moment für Menschenrechtsverletzungen, insbesondere an Umweltschützern und Menschen, die, weil sie ihren Lebensunterhalt in der informellen Wirtschaft verdienen, keine „absolute Ausgangssperre“ befolgen können. Seit dem 16. März sind ihre verfassungsmäßig garantierten Rechte suspendiert.

Ein Bericht des Komitees der Angehörigen von Verhaftet-Verschwundenen in Honduras, Cofadeh, zählt für den Zeitraum seit Ausrufung des Notstands bis Ende März mindestens 22.000 Menschenrechtsverletzungen, von der Kündigung von Arbeitern über Vertreibung bis zu illegalen Verhaftungen durch Polizei und Militär.

Vollkommener Zusammenbruch

Die Strategie zur Eindämmung des Virus, die Präsident Hernández vorgeschlagen hat, wurde vom ersten Tag an von Polizei und Militär federführend umgesetzt. In ihren sozialen Netzwerken betreiben sie eine PR-Kampagne und präsentieren sich als Helden inmitten der Pandemie.

In Honduras, dem zentralamerikanischen Land mit knapp über 9 Millionen Einwohnern, bedeutet die Gesundheitskrise durch Covid-19 keinerlei Hindernis für die Korruption, die Armut und die Gewalt. Alle drei Phänomene gehen genauso weiter wie vorher. Irgendwann werden sie für den vollkommenen Zusammenbruch der honduranischen Gesellschaft sorgen.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte haben sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit soll der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie Anfang Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen: Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 5. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen sollen die Regeln gelockert werden: PatientInnen oder BewohnerInnen sollen wieder durch eine bestimmte Person besucht werden können.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport soll das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt sein. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga darf die Saison ab Mitte Mai mit Geisterspielen fortsetzen – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was alles unter „Großveranstaltung“ fällt, wird noch geklärt.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios sollen die Ländern Lockerungen eigenständig verantworten.

■ Spielplätze sollen unter Auflagen wieder öffnen – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen werden wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

24, ist Reporter bei „Contra­corriente“ in Honduras. Das 2015 gegründete Onlinemedium hat sich dem investigativen Journalismus verschrieben. www.contracorriente.red.

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