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Chinas Energiehunger

■ Vertrag mit Frankreich über AKW

Peking (AFP) – Frankreich und China haben sich gestern auf den den Bau eines Atomkraftwerks in der Nähe von Kanton geeinigt. Der französische Industrieminister José Rossi und Chinas Vizeministerpräsident Zou Jiahua unterzeichneten nach langwierigen Verhandlungen einen Vertrag mit einem Volumen von 2,83 Milliarden US-Dollar (etwa 4,5 Milliarden Mark) über den Bau des Kraftwerks Daya Bay II. Der Vorsitzende des französischen Unternehmens Framatome, Jean- Claude Leny, sagte, es handele sich aufgrund der geringen Nachfrage nach AKW um den bisher billigsten Atommeiler überhaupt. Der Standort des neuen Kraftwerks mit zwei 1.000-Megawatt-Blöcken soll nur wenige Kilometer von Daya Bay I entfernt liegen, dem ersten, ebenfalls von Frankreich gebauten AKW Chinas.

Erst vor wenigen Wochen war das gigantische Drei-Schluchten- Projekt, mit dem bei der Fertigstellung im Jahr 2009 eine Jahresleistung von 84 Milliarden Kilowattstunden erreicht werden soll, unter Dach und Fach gebracht worden. Seit 1980 ist der Energiebedarf Chinas jährlich um acht Prozent gestiegen. Für 1995 wird mit einem Energieverbrauch von 980 Milliarden Kilowattstunden gerechnet, im Jahr 2000 bereits mit einem Verbrauch von 1,5 Billionen Kilowattstunden.

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