■ China: 15 Jahre für Journalist
Hongkong (AFP) — Ein Redakteur der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ist wegen des Verratens von Staatsgeheimnissen zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Wie die in Hongkong erscheinende Zeitung Ming Pao am Freitag berichtete, wurde auch gegen die Frau des Journalisten eine Haftstrafe mit siebenjähriger Dauer verhängt. Der Journalist namens Wu Shichen habe bei Xinhua in der Wirtschaftsredaktion gearbeitet, hieß es. Gemeinsam mit seiner Frau habe er im Oktober interne Papiere des Führers der Chinesischen Kommunistischen Partei, Jiang Zemin, an die Zeitung geschmuggelt, die in Hongkong erscheint.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen