■ Chile: Foltervorwürfe
Santiago de Chile/Brasilia (AFP) – Eine brasilianische Psychologin, die seit fünf Monaten in Chile inhaftiert ist, ist nach eigenen Angaben von chilenischen Polizisten gefoltert und mehrmals vergewaltigt worden. Der Anwalt der 38jährigen, Hector Salazar, erhob am Samstag in Santiago Anklage gegen die Polizisten. Die Psychologin schickte auch einen zehnseitigen Bericht an das brasilianische Außenministerium. Demnach wurde die der Mitgliedschaft in einer Untergrundorganisation beschuldigte Brasilianerin mehrmals vergewaltigt, geschlagen, mit Elektroschocks gefoltert und gezwungen, ihre eigenen Exkremente zu essen. Außerdem mußte sie Dokumente unterzeichnen, ohne über den Inhalt der Papiere informiert zu werden. Das chilenische Innenministerium kündigte am Samstag in Santiago an, daß die Vorwürfe genau geprüft würden.
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