: Chef stirbt, Aktie fällt
STOCKHOLM afp ■ Der schwedische Medienunternehmer Jan Stenbeck ist tot. Er starb in der Nacht zum Dienstag mit 59 Jahren in Paris an einem Herzinfarkt. Stenbeck wurde durch die Gratiszeitung Metro europaweit bekannt, die unter anderem in Paris, London und Zürich erschien. Zu Stenbecks Medienimperium gehören mehrere private Fernsehsender, die Telefonfirma Tele2, der Medienkonzern Modern Times Group und die Kinnevik-Gruppe. 1989 gründete er den kommerziellen TV-Sender TV3 und gilt seitdem als Pionier des schwedischen Privatfernsehens. Der Gesamtwert von Stenbecks Medienimperium beträgt über zehn Milliarden Euro. Die Börse in Stockholm reagierte prompt auf den Tod des Medienzars: Die Aktien der Dachgesellschaft Kinnevik fielen gestern um 16 Prozent. Seit Anfang des Jahres hatte die Gruppe bereits schwere Kursverluste erlitten. Stenbeck galt unter Kritikern als skrupelloser Manager.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen