: Cannes oder: Die Ausblendung des Kinos durch den Pop
Das Festival habe die Unanständigkeit gestreift, schrieb die französische Presse und meinte damit die Fleischwerdung Madonnas in Cannes. Am Montag gehen dort die 44. Internationalen Filmfestspiele zu Ende; zu sehen waren bisher Filme von Kurosawa, Rivette, Kieslowski, Spike Lee. Aber das traditionelle Festival des Autorenkinos wurde diesmal vom Rummel um den Star aus „In Bed with Madonna“ dominiert. Die Croisette stiehlt dem Kino die Schau: ein Symptom, meint taz-Korrespondent Thierry Chervel. Wer mehr von Madonna sehen und das Neueste vom großen, alten Erzählkino erfahren will, blättere um auf
SEITE 3
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen