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Camembert, Président!

Die allerallerletzten Tage von Trumpi (1)

Zeichnung: Rattelschneck

Mit Konstruktivität hatte er es all die vier Jahre nicht gehabt. Mit Destruktivität schon. Auf den letzten Metern kam Trumpi, hoch zu Lok sitzend, eine Idee. Die erste konstruktive Idee seines Lebens sozusagen. „Chapeau, mon Président!“, murmelte er vor sich hin, „Chapeau, mon Président!“. Es waren dies die einzigen drei Wörter auf französisch, die er kannte. Eine Varieté-Tänzerin hatte sie ihm in Las Vegas Nachmittage lang zu Anfang seiner Präsidentschaft ins Ohr geflüstert. „Chapeau, mon Président!“. Ach, was waren das schöne Arbeitstage gewesen! Selige Zeiten, auch die Frisur hatte noch gesessen. Vorbei, vorbei, klar wie Kloßbrühe war das; selbst ihm, Trumpi, war das klar. Was bloß sollte aus ihm werden? Er wollte doch nur im Geschäft bleiben, tröööt! Da durchzuckte es ihn: „Ich mache meine eigene Käsemarke! Camembert Président: Mein Zukunftslabel!“ Trumpis Torso griff nach dem Telefonhörer. „Hallo, hallo, lassen Sie den Markennamen Camembert Président schützen! Wird’s bald!“ In der Leitung knackte es. Trumpi konnte es nicht fassen. „Waaas?“, trötete er wütend in die Leitung, „diese Käsemarke gibt es schon auf dem Markt??“

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