: CDU reizt FDP nicht mehr besonders
Bonn (dpa) - CDU und CSU haben den Vorwurf von FDP -Generalsekretärin Cornelia Schmalz-Jacobsen zurückgewiesen, das Erscheinungsbild der Bonner Koalition sei „katastrophal“. Kanzleramtschef Rudolf Seiters (CDU) sah darin am Sonntag in Bonn den kurzsichtigen Versuch, sich auf Kosten des Partners zu profilieren.
Die FDP-Politikerin hatte in einem Interview der 'Bild am Sonntag‘ mit Blick auf Kritik von Bundesverkehrsminister Zimmermann (CSU) an der FDP von einem „Hickhack“ in der Koalition gesprochen, das aufhören müsse. In der FDP werde zur Zeit heftig diskutiert, „ob wir mit oder ohne Koalitionsaussage in die Bundestagswahl gehen sollen“. Die Neigung zu einer Koalitionsaussage nehme ab.
Es habe auch für viele Mitglieder der Partei „seine Reize, mit einem klaren Programm, FDP pur, in den Wahlkampf zu gehen und hinterher zu prüfen, mit wem sich das Programm am besten verwirklichen läßt“. Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) müsse „im Kabinett auf den Tisch hauen und sagen: So geht es nicht weiter“.
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