: CDU kritisiert Wekwerth-Entlassung
Der kulturpolitische Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, Uwe Lehmann-Brauns, hat die Entlassung des Intendanten des Berliner Ensembles, Manfred Wekwerth, kritisiert. Wie der Politiker in einer Presseerklärung schrieb, sei eine Perspektive hinter dieser unverbundenen Einzelaktion nicht erkennbar. »Die berechtigten Versuche, die Zukunft einer weltbekannten Bühne auszuloten, sollten nicht mit der Brechstange vorgenommen werden. Öffentliche Erklärungen müssen am Ende, nicht am Anfang von Verhandlungen mit Intendanz und Erben stehen.« Es gebe in den Berliner Kultureinrichtungen noch viele »Wekwerths«. Die CDU-Fraktion fordere Kultursenator Ulrich Roloff-Momin auf, objektivierbare Kriterien für alle noch wirkenden ehemaligen »Leitungskader« zu entwickeln. »Berliner Kulturpolitik würde zu kurz greifen, wollte sie Vergangenheitsbewältigung an einer einzelnen Person und Einrichtung exekutieren.« Roloff- Momin hatte Wekwerth aufgrund seiner Mitgliedschaft im SED-Zentralkomitee zum Rücktritt aufgefordert. Nach einem Auflösungsvertrag geht der Intendant zum Ende der jetzigen Spielzeit am 31. Juli.
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