: CDU erleichtert
■ Reaktionen auf den Rücktritt
Berlin (dpa/ap) — Nicht einmal der Kanzler konnte mit seiner Intervention am Mittwoch abend Thüringens Landesvater noch retten. Kohl soll Kultusministerin Lieberknecht aufgefordert haben, mit ihrem Rücktrittsgesuch bis nach den Wahlen in Baden- Württemberg und Schleswig- Holstein zu warten. Es nützte nichts. Duchac war nicht mehr zu halten. Bei der CDU im Westen wie im Osten löste Duchacs Entscheidung regelrechte Erleichterung aus. Bonn signalisierte Befriedigung darüber, daß „nun die Hängepartie Duchac zu Ende“ sei. Die stellvertretende CDU- Vorsitzende Angela Merkel wertete den Rücktritt als Konsequenz aus dem zerrütteten Vertrauensverhältnis zwischen Landtagsfraktion und Regierung. In Thüringen selbst forderten die Oppositionsparteien Neuwahlen. CDU-Generalsekretär Volker Rühe will noch an diesem Wochenende mit führenden Vertretern der CDU in Thüringen über Auswege aus der Regierungskrise beraten.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen