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Bush am Zug

Am kommenden Montag und Dienstag wollen sich die Präsidenten der fünf mittelamerikanischen Länder zu einem Gipfel in San Salvador treffen. In den vergangenen zwei Wochen ist wieder Bewegung in die Diplomatie gekommen. Nicaragua bietet den USA eine Zusammenarbeit im Kampf gegen den Drogenhandel an, kündigt die Freilassung fast aller der noch 3.000 einsitzenden Contras und Nationalgardisten Somozas an und verringert die Armee um 10.000 Mann.

Honduras versprach, in einem nationalen Dialog einen Vorschlag Nicaraguas über die Entwaffnung und Repatriierung der etwa 10.000 Contras zu beraten. Und in El Salvador hat die FMLN-Guerilla mit ihrem Vorschlag, die Wahlen zu unterstützen und eine daraus hervorgegangene Regierung anzuerkennen, falls der Urnengang um ein halbes Jahr hinausgeschoben werde, einen möglichen Weg zur Beendigung des achtjährigen Krieges aufgezeigt.

In New York haben sich die seit Montag tagenden Außenminister der fünf Länder darauf geeinigt, eine internationale Beobachtertruppe zusammenzustellen, die darüber wachen soll, daß keiner der fünf Staaten bewaffnete Formationen unterstützt oder auf seinem Territorium duldet, die gegen die Regierung eines Nachbarlandes Krieg führen. Darunter sollen auch Kanada, Spanien und die BRD Soldaten in diese Beobachtertruppe entsenden (das Auswärtige Amt in Bonn hat dazu bereits erklärt, daß man keine Soldaten, sondern höchstens Spezialisten der Polizei oder des Bundesgrenzschutzes schicken werde). Vieles hängt nun von der neuen US-Regierung ab. Einiges deutet darauf hin, daß Bush einer politischen Konfliktlösung zumindest wieder eine Chance einräumt.

thos

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