Buschbrand in Arizona: 19 Feuerwehrleute sterben

Im Südwesten der USA wütet seit Tagen ein Großfeuer. Bei dem Versuch es einzudämmen, kamen Einsatzkräfte eines Elite-Löschtrupps ums Leben.

Die Waldbrände in Arizona erstrecken sich über eine Fläche von mehr als 800 Hektar. Bild: ap

YARNELL ap | Beim Einsatz gegen einen großen Buschbrand in Arizona hat es am Sonntag den tödlichsten Zwischenfall seit fast 30 Jahren gegeben: 19 Feuerwehrmänner einer sogenannten Hotshot-Einheit kamen dabei ums Leben. „Die gesamte Hotshot-Mannschaft ist in dem Feuer umgekommen“, sagte Dan Fraijo, der Chef der Feuerwehr von Prescott.

Der Brand war bereits am Freitag ausgebrochen und hatte sich durch Wind und hohe Temperaturen bis Sonntag auf einer Fläche von mehr als 800 Hektar ausgebreitet. 50 Häuser wurden nach Angaben eines Sprechers geräumt. Insgesamt kämpften 200 Feuerwehrleute gegen die Flammen.

„Wir sind am Boden zerstört“, sagte Fraijo. „Wir haben 19 der besten Leute verloren, die man finden kann.“ Das Feuer habe sich sehr schnell bewegt und habe die Truppe eingeschlossen, sagte Fraijo. Hotshot-Mannschaften sind Elite-Feuerwehrleute, die mit Spezialausrüstung bei einem schweren Brand in der Natur versuchen, Schutzwälle gegen die Flammen zu errichten.

Werden sie vom Feuer eingeschlossen, können sie sich ein Loch graben und mit einer Art Schutzzelt unter dem Brand überleben. Unter bestimmten Bedingungen liege die Überlebenschance jedoch nur bei etwa 50 Prozent, sagte Fraijo. Nach Angaben der Nationalen Brandschutzvereinigung war der zuvor tödlichste Zwischenfall bei einem Waldbrand 1994 in Colorado registriert worden. Damals seien 14 Feuerwehrmänner umgekommen.

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