■ Burschen: Nationalistische Töne
Jena (AP) – Die Deutsche Burschenschaft will sich mit dem Thema multikulturelle Gesellschaft auseinandersetzen. Rund 300 Delegierte trafen gestern in Jena zum Burschenschaftstag zusammen. Was das heißt, wurde sofort klar: Die Organisation bekenne sich zur Tradition des 19. Jahrhunderts, zur Nation und zum Patriotismus und lehne eine multikulturelle Gesellschaft, wie sie von den Linken vertreten werde, eindeutig ab, so Oberbursche Fugger. „Wir wollen die deutsche Kultur erhalten und fortentwickeln.“ Das System des Vielvölkerstaates sei durch das Beispiel der ehemaligen Sowjetunion oder Jugoslawiens historisch widerlegt.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen