piwik no script img

Bundesarmee macht angeblich wieder mobil

Zagreb/Belgrad (afp) - Nach fast drei Wochen Waffenstillstand, der weitestgehend eingehalten wurde, hat die jugoslawische Bundesarmee angeblich wieder Reservisten mobilisiert. Dies geht aus einem Bericht der Belgrader Zeitung 'Borba‘ hervor. Über die Zahl der in Belgrad eingezogenen Soldaten machte das Blatt keine Angaben.

Die Militärbehörden wollten die Information gestern weder bestätigen noch dementieren. In dem jüngsten Waffenstillstandsabkommen war die Mobilmachung von Reservisten nicht ausdrücklich verboten, eine Verstärkung der Stellungen aber wurde untersagt. Bei der Armee wurden nach deren eigenen Angaben bislang rund 10.000 Soldaten fahnenflüchtig.

Zum ersten Mal nach der internationalen Anerkennung Kroatiens reiste Ministerpräsident Franjo Greguric unterdessen zu einem Treffen mit UN-Generalsekretär Butros Ghali und dem Sonderbeauftragten Cyrus Vance nach New York. Im Mittelpunkt der Gespräche dürften die Stationierung der UN-Friedenstruppen und die Beziehungen zwischen Kroatien und der UNO stehen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen