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Brunsbüttel: Vieles ist unklar

■ Ministerium hat „weitere Fragen“ an die Kraftwerksbetreiber

Das schleswig-holsteinische Energieministerium hat weitere Fragen zum Störfall im Atomkraftwerk Brunsbüttel. Das sagte Minis-ter Claus Möller (SPD) gestern in Kiel nach einer ersten Durchsicht des Antwortkatalogs des Kraftwerk-Betreibers. Dabei geht es um die Zuverlässigkeit der Kernkraftwerke GmbH, an der mehrheitlich die Hamburgischen Electricitätswerke (HEW) beteiligt sind.

Gleichzeitig wird nach Möllers Angaben der gesamte technische Forderungskatalog seines Ministeriums durch den Kraftwerk-Betreiber abgearbeitet werden müssen. „Fragen der Zuverlässigkeit und Technik werden intensiv durch das Energieministerium aufgeklärt“, betonte der Minister. Er bestätigte, dass sein Ministerium in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium den als „bedeutsam“ eingestuften Vorfall im Atomkraftwerk Brunsbüttel aufarbeiten werde.

Das Energieministerium als Aufsichtsbehörde hatte die Verantwortlichen aufgefordert, Fragen zu beantworten, warum der Betreiber „das Atomkraftwerk Brunsbüttel erst auf massiven Druck der Aufsichtsbehörde inspizierte, ob wirtschaftliche Erwägungen hierbei berücksichtigt worden sind und Vorrang vor sicherheitstechnischen Erwägungen gehabt haben“. lno

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