piwik no script img

■ FRIEDLICHE DEMO GEGEN DEN G-7-GIPFEL IN MÜNCHENBoris Jelzin als frecher Bettler

München (taz) — Vor dem Auftakt des Weltwirtschaftsgipfels herrschte Hektik im sonst eher beschaulichen München. Trotz eines martialischen Polizeiaufgebotes von 6.000 Beamten verlief die Demonstration von rund 17.000 Gipfel-Gegnern am Samstag fast völlig friedlich. Alle 52 festgenommenen Demonstranten sind wieder auf freiem Fuß. Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen trafen gestern die Staats- und Regierungschefs der sieben reichsten Industrienationen in der Isarmetropole ein, wo sie sich vor allem über die Ankurbelung der flauen Konjunktur verständigen wollten. Doch der russische Präsident Boris Jelzin brachte die Tagesordnung in Bewegung. Jelzin erklärte, Rußland lasse sich vom Internationalen Währungsfonds kein Standardprogramm diktieren. Er lehnte beispielsweise die vom IWF geforderte Anhebung der Energiepreise ab. Auf dem „Gegen-Gipfel“ wurde ein genereller Schuldenerlaß und Reparationszahlungen für die Länder der Dritten Welt gefordert. SEITEN 3, 7 UND 10

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen