piwik no script img

Bolivien: Kein Machtkampf

■ Lozada wird neuer Staatspräsident

La Paz (dpa) – Der bolivianische Oppositionsführer Gonzalo Sanchez de Lozada wird im August neuer Präsident des Landes. Sein Hauptgegner bei den Parlamentswahlen vom vergangenen Sonntag, Ex-Diktator Hugo Banzer, hat seine Niederlage eingestanden und auf eine Kandidatur bei der für Anfang August vorgesehenen Präsidenten-Wahl im Parlament von La Paz verzichtet. Lozadas rechts von der Mitte stehende Nationalistische Revolutionäre Bewegung (MNR) hatte am Sonntag rund 36 Prozent der Stimmen erhalten. Banzer, der 1971 durch einen blutigen Putsch an die Macht gekommen war und Bolivien mehr als sieben Jahre lang mit eiserner Faust regiert hat, sagte in La Paz, er wolle sich der Präsidentschaft von Sanchez de Lozada nicht mehr entgegenstellen. Bis dahin hatte der 67jährige Armeegeneral im Ruhestand angekündigt, er wolle „bis zum Ende um die Präsidentschaft kämpfen“.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen