: Bleibe für Apo gesucht
■ Griechenland will PKK-Chef Öcalan einen dauerhaften Aufenthaltsort vermitteln
Athen (rtr) – Griechenland will nach Angaben aus Regierungskreisen mit einer diplomatischen Initiative in der Europäischen Union (EU) einen dauerhaften Aufenthaltsort für den untergetauchten PKK-Chef Abdullah Öcalan finden. Bei einem Treffen der EU-Botschafter habe Griechenland die Partnerländer davon zu überzeugen versucht, den Fall Öcalan zum Thema von Gesprächen auf höchster EU-Ebene zu machen, hieß es gestern in Athen.
Der Chef der kurdischen Arbeiterpartei (PKK), dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, hatte am Wochenende erklärt, er habe in Italien, Rußland und Griechenland politisches Asyl beantragt. Zudem hatte er Frankreich und Deutschland aufgerufen, ihre Haltung zur PKK zu überdenken. Ein griechischer Regierungssprecher dementierte jedoch einen Asylantrag Öcalans und erklärte den PKK-Chef erneut zur unerwünschten Person. Er bestätigte aber, daß es Bemühungen Griechenlands zur Lösung des Problems gebe.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen