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Bischöfe lehnen Kondome ab

PRETORIA afp/taz ■ Die katholische Bischofskonferenz des Südlichen Afrika (SABC) lehnt Kondome als Mittel gegen die Ausbreitung von Aids ab. Kondome seien eine „unmoralische und fehlgeleitete Waffe im Kampf gegen HIV/Aids“, sagten die Bischöfe der Region mit der weltweit höchsten HIV-Infektionsrate am Montag nach einem Treffen in Südafrikas Hauptstadt Pretoria. Sie lehnten damit einen Antrag des südafrikanischen Bischofs Ken Dowling ab. Dowling verwies darauf, dass in der südafrikanischen Bergbauregion Rustenburg mittlerweile die Hälfte der Bevölkerung HIV-positiv sei; da könne er „nicht abseits stehen“. Die Bischofsmehrheit hielt dagegen mit moralischen und technischen Argumenten: Kondome seien wahrer Liebe unwürdig, „Abstinenz und Treue“ seien der sicherste Weg, sich nicht anzustecken, und die im südlichen Afrika gebräuchlichen Präservative wären oft von schlechter Qualität und gäben ihren Benutzern eine falsche Sicherheit. „Dieses Land ist voller Kondome, aber wir haben die weltweit höchste Rate der Aidsansteckung“, erklärte SABC-Vize Michael Coleman. „Kondome zu verbreiten, verbreitet Aids.“ D. J.

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