: Birmas Junta fürchtet sich vor Studenten
Bangkok (afp) — Die Militärregierung von Birma hat gestern sämtliche höheren Schulen und Universitäten geschlossen, meldet der staatliche Rundfunk in Rangun. Die Junta reagierte damit auf die seit zwei Tagen andauernden Demonstrationen von Studenten, die die Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und ein demokratisches Staatssystem fordern. Am Dienstag und Mittwoch sperrten bewaffnete Sicherheitskräfte die Universität in Rangun und mehrere Straßen ab, darunter auch die Universitätsstraße, wo Aung San Suu Kyi seit Sommer 1989 unter Hausarrest festgehalten wird. Dutzende von Demonstranten seien festgenommen worden, heißt es aus Rangun.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen