Parlament wählt Min Aung Hlaing Ex-Junta-Chef wird Präsident von Myanmar
Nach über fünf Jahren Militärdiktatur hat das Parlament in Myanmar den ehemaligen Putschführer Min Aung Hlaing zum Präsidenten gewählt. Der Bürgerkrieg hält an.
Myanmar
Proteste und Bürgerkrieg nach dem Putsch
Im südostasiatischen Myanmar (ehemals Burma/Birma) hat der Militärputsch vom 1. Februar 2021 den demokratischen Reformprozess abrupt beendet. Mitglieder der Regierung von Aung San Suu Kyi wurden verhaftet, die friedlichen Massenproteste gegen den Coup hat die Junta mit Waffengewalt zerschlagen. Die pro-demokratische Gegenregierung und bewaffnete Oppositionsgruppen bekämpfen die von Russland unterstützte Militärherrschaft. Inzwischen hat die Junta die Kontrolle über rund die Hälfte des Landes verloren. Myanmar steckt in einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise.
Für mehr als eine Million muslimischer Rohingya, die in den letzten Jahrzehnten nach Bangladesch vertrieben wurden und dort etwa im größten Flüchtlingslager der Welt ausharren, gibt es mangels Sicherheitsgarantien keine Perspektive nach Myanmar zurückzukehren. Die Perspektivlosigkeit in den Lagern entlädt sich in wachsender Gewalt und neuen Fluchtbewegungen über das Meer.
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taz Talk Myanmar