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■ BilderbücherWarten lernen

Manchmal ist alles wie verhext. Da muß man dringend was erzählen, und keiner hört zu. Mama telefoniert, dann füttert sie das Brüderchen und hat schon längst vergessen, daß Sara ganz schnell was erzählen mußte. Gut, daß da noch die Oma ist, aber Fehlanzeige. Oma hat sich schick gemacht für ihren Freund. Und Saras Freundin? Sie ist bei einer anderen Freundin. Und der Papa hinterm Banktresen will auch nicht, wegen der Kunden, die vielleicht kommen. Nero der Bäckereihund knurrt, statt mit dem Schwanz zu wedeln. Die Flötenlehrerin will keinen außerplanmäßigen Besuch von Sara. So geht Sara in den Park, setzt sich müde auf eine Bank und flieht ins Land der Träume. Eine alte Frau mit wirrem Haar holt sie aus dem Traumland zurück, und endlich kann Sara erzählen. Das ist eine einfühlsame Geschichte mit ruhigen, flächigen Bildern. Kinder, die nicht warten können, und Erwachsene, die gern warten lassen, werden sich wiedererkennen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen