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Biblische Plage ist sehr nahrhaft

Khartum (IPS/taz) – Im westlichen Sudan praktizieren die Bauern eine ungewöhnliche Methode der Heuschreckenvernichtung: Sie essen sie. Jetzt will ein heimischer Geschäftsmann die proteinreichen Insekten auch den Menschen in der Hauptstadt Khartum schmackhaft machen. 2.000 sudanesische Pfund, umgerechnet vier US-Dollar, kostet das Kilo Heuschrecken in seinem Laden im Souk Al Wihad, einem Bazar von Khartum. Billig ist das nicht, die gleiche Menge Rindfleisch kostet nur die Hälfte. Noch reagieren die Khartumer mit ziemlicher Zurückhaltung auf das ungewöhnliche Angebot. Deshalb setzt Hamaid Isaaik erst einmal auf die Kundschaft, die die angebliche Delikatesse schon aus ihrer Heimat kennt, nämlich die Zuwanderer aus Darfur und Kordofan. Außerdem rechnet er sich gute Absatzchancen bei Südsudanesen aus, die der Bürgerkrieg in die Hauptstadt getrieben hat. Ihnen werden in Isaaiks Laden verschiedene Sorten Heuschrecken angeboten. Manche können sofort gegessen werden, andere müssen vor dem Verzehr erst noch gekocht oder frittiert werden. Die gesottenen Insekten sollen sogar verschiedene Krankheiten lindern. Schulmediziner wollen das zwar nicht bestätigen, weisen aber auf den enorm hohen Eiweißgehalt der Heuschrecken hin. Wer täglich eine Portion davon esse, könne damit einen großen Teil seines Proteinbedarfs decken.

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