■ Beutekunst: Soll zurück
Köln (AP) – In einer deutsch- russischen Kommission wird weiter über die Rückgabe der Kunstschätze verhandelt, die die Sowjetarmee im Zweiten Weltkrieg aus Deutschland abtransportiert hat und die seitdem in russischen Museen und Archiven gelagert sind. Bundesaußenminister Klaus Kinkel hat erneut die Rückgabe der deutschen Beutekunst aus Rußland gefordert und Moskau vor einem Vertragsbruch gewarnt. Allerdings sei jüngst „eine Verhärtung der russischen Position deutlich“ geworden, erklärte der FDP- Vorsitzende. Um die Rückgabe der Kunstschätze, zu denen auch der sagenumwobene Schatz des Priamos gehört, wird seit mehreren Jahren gestritten. Zeitungsberichten aus Moskau zufolge mehren sich dort die Stimmen in Regierungskreisen, die die Rückgabeverhandlungen für gescheitert erklären und die deutschen Kunstgegenstände behalten wollen.
(Siehe Seite 16)
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen