: Betr.: Mord in Tonndorf
Etwa 1500 Menschen haben am Donnerstag abend in Tonndorf mit einer Menschenkette des von zwei 16jährigen ermordeten Ladenbesitzers Willi Dabelstein gedacht. Die Menschen formierten sich mit Blumen in der Hand um das kleine Lebensmittelgeschäft des Opfers und in den anliegenden Straßen zu einer Menschenkette. Auf Transparenten waren Forderungen wie „Taten statt Worte“ und „Regeln, Grenzen, Konsequenzen“ zu lesen.
Der 73jährige war am Montag voriger Woche in seinem Geschäft erstochen worden. Die Tat der beiden geständigen Jungen, die in einem Wohnprojekt für jugendliche Mehrfachtäter in der Nähe des Ladens wohnten, hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und eine heftige Diskussion über den Umgang mit derartigen Tätern entfacht. In einem vom „Verein für Tonndorf“ initiierten und von rund 1500 Bürgern unterschriebenen Protestbrief an Bürgermeister Ortwin Runde (SPD) wird gefordert, mehrfach straffällig gewordene Jugendliche „nicht frei herumlaufen“ zu lassen.
Die Einrichtung am Pulverhofsweg, in der die beiden jugendlichen Täter untergebracht waren, ist inzwischen geschlossen worden.
Foto: Markus Scholz
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