: Betr.: Gewerkschaft in Serbien
Offenbar gelingt es der der serbischen Regierung nahestehenden „Vereinigten Gewerkschaft Serbiens“ (SSS) derzeit erneut, Streikaktionen gegen die katastrophale wirtschaftliche Lage ins Leere laufen zu lassen: Die Beteiligung an einer Urabstimmung, die der SSS gestern durchführen ließ, beschrieben oppositionelle Gewerkschafter in Belgrad als „gering“.
Zahlreiche, aufgrund der wirtschaftlichen Misere „unbegrenzt beurlaubte“ Beschäftigte hätten ihre Stimme nicht abgeben können, andere ArbeiterInnen seien verunsichert.
Streikaktionen waren vor einer Woche vom „Unabhängigen Gewerkschaftsbund“ (NSS) begonnen worden, der unter anderem die Umleitung von Investitionen aus der Rüstungs- in die Konsumgüterindustrie gefordert hatte. Die „offizielle“ ArbeitnehmerInnenvertretung fordert dagegen einzig höhere Löhne.
Foto: Peter Dammann
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