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Betr.: Angleichung der Preise in Euroland

Eine Angleichung der Preise in Euroland – das war eine der Erwartungen, die man mit der Einführung der Gemeinschaftswährung verband. Wer auf unsere Tabelle schaut, stellt fest: Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt. Die Preisunterschiede sind genauso groß, teilweise sogar größer als vor einem Jahr. So zahlt man in Belgien inzwischen für eine Levi’s gut 20 Prozent mehr als in Deutschland, Ende 2001 waren es 9 Prozent. Eine umfassende Studie zur Preiskonvergenz gibt es bisher allerdings nicht. Lediglich die Preise von Autos hat die EU-Kommission verglichen. Danach wurden die Preisunterschiede bei der Mehrzahl der Modelle geringer, bei einigen aber auch größer. Ausschlaggebend für die Preise in den einzelnen Ländern sind eben weiterhin die unterschiedlichen Steuersysteme und das Konsumverhalten. So zahlt man in Deutschland für einen Liter Bier 0,12 Euro Verbrauchsteuer, in Finnland dagegen 1,74 Euro. Und weil im eigentlich billigen Spanien viel weniger Butter verbraucht wird als in Dänemark, kostet sie hier mehr als im Norden. Große Unterschiede gibt es außerdem bei der Inflation. Während sie in Deutschland bei gerade mal 1,2 Prozent liegt, musste man in den südlichen Euroländern sowie in Irland und den Niederlanden zwischen 3,5 und 4,5 Prozent mehr zahlen. HER