piwik no script img

Beton lernt fliegen

Immer nur erdschwer, immer grau: In der Werketage arbeitet man gegen zementierte Vorstellungen vom Baustoff

Licht – Luft – Beton. Installationen, Objekte und Fotografien von Wolfgang Zahn und Cyrill Tobias in der Werketage, Saarbrücker Straße 22–24, Haus C. Vernissage heute um 20 Uhr. Ausstellungsdauer bis 27. Oktober, 15 bis 22 Uhr

Wir sind blind. Besonders Dinge, die im alltäglichen Leben selbstverständlich erscheinen, werden nicht mehr – wenigsten kaum bewusst – gesehen. Dazu gehören zum Beispiel Licht, Luft. Und Beton. Das sind die Zutaten einer Ausstellung, die heute in der Werketage eröffnet wird: „Licht – Luft – Beton“. Wolfgang Zahn (auch als Architekt tätig) und Cyrill Tobias (freischaffender Künstler mit Ingenieurerfahrung) transformieren den Baustoff Beton dabei zu einem Träger ästhetischer Botschaften. Unerwartete Formen entstehen durch Brechung der Schwere – von der äußeren Gewalteinwirkung bis hin zur Auflösung des Materials. Experimente mit Farbpigmenten, Lichtleitern und unterschiedlichen Oberflächen erstaunen – der eigentlich banale Stoff Beton erhält in den gezeigten Installationen, Objekten und Fotografien einen neuen Charakter. Beton lernt sogar zu „fliegen“, transparente Materialien geben ihm die nötige Leichtigkeit. Luft ist nicht nur Umgebung, sie ist Teil des Materials. Bei neuerlicher Betrachtung von Plattenbauten werden wir hoffentlich seine wahre Schönheit erkennen. Beton. Ein toller Werkstoff. Weiß man doch: Es kommt nur darauf an, was man daraus macht. KST

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen