: Bessere Kinderbetreuung
■ Gewerkschaften und Arbeitgeber wollen mehr Ganztagsschulen
Bonn (dpa) — In einer gemeinsamen Initiative haben Gewerkschaften, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und eine Reihe Verbände aus dem erzieherischen Bereich Bund, Länder und Gemeinden zum verstärkten Ausbau von Ganztagseinrichtungen für Kinder und Jugendliche aufgefordert. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Dieter Wunder wies darauf hin, daß das Ganztagsangebot im schulischen Bereich in Westdeutschland derzeit nur zwischen 5,5 und 8,4 Prozent je nach Schulart liege. In einer Resolution wurde von einem „Standardbedarf“ von 40 Prozent, mindestens jedoch von 20 Prozent gesprochen. Hierfür sei ein Personalmehrbedarf an Lehrern und Erziehern von bis zu 40 Prozent erforderlich. Insgesamt gibt es in den alten Ländern derzeit etwa 1.500 Ganztagsschulen, in den neuen Bundesländern dagegen nur noch drei. Wunder hob die Notwendigkeit von Ganztagsschulen hervor, da ein Teil von Gewalttaten jugendlicher Täter bis hin zu ihrem Auftreten in der rechtsradikalen Szene mit auf eine unzureichende erzieherische Betreuung zurückzuführen sei. Bei den finanziellen Erwägungen müßten eingesparte Folgekosten der Jugendhilfe, Polizei und Justiz berücksichtigt werden.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen