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Berichterstattung II

Henschels Bild steht heute wie kein anderes für die Empörung, die der Tod Ohnesorgs unter seinen Kommilitonen auslöste. Für die Berichterstattung 1967 spielte es zunächst jedoch keine Rolle.

Die Zeit brachte am 16. Juni das Foto Larssons im Zusammenhang mit einer Sammlung von Stimmen, die sich eher gegen das Vorgehen der Berliner Polizei aussprachen. Die üblichsten Bilder zeigten aber die studentischen Trauerzüge und waren mit der Darstellung einer ernsthaften und vernünftigen Studentenschaft vereinbar. Die Welt ließ zu einem solchen Foto Stimmen des Senats, der Polizei, der Lehrenden und Studierenden der FU zu Wort kommen, die allesamt um Besonnenheit und die Einhaltung demokratischer Grundsätze bemüht waren. Die FAZ versuchte Ähnliches, vergaß jedoch die studentischen Stimmen etwas und vertrat die Rolle der Weisen vor der naiven Jugend: das jüngst verhängte Demonstrationsverbot sei gefährlich und falsch, stattdessen sollten sich studentische Demonstrationen von selbst verbieten, „so lange, bis die jungen Leute begriffen haben, dass politische Demonstrationen das dümmste und vergeblichste Mittel politischer Betätigung sind“. Die Süddeutsche Zeitung brachte eine sachliche Darstellung der Ereignisse und stellte das Vorgehen der Polizei gegen die Protestierenden deutlich in Frage. LOTTE EVERTS

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