Bericht von Ärzte ohne Grenzen: 23 Angriffe auf Kliniken in Ost-Aleppo
Die verbliebenen Kliniken in den Rebellengebieten Aleppos sind einem Bericht zufolge seit Juli mindestens 23-Mal angegriffen worden.
dpa | Die verbliebenen Kliniken in den Rebellengebieten der nordsyrischen Stadt Aleppo sind der Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) zufolge seit Juli mindestens 23 Mal angegriffen worden.
Im Osten der Stadt sei der Zugang zu medizinischer Versorgung „extrem begrenzt“, erklärte MSF am Freitag. Die acht Kliniken würden von der großen Zahl an Verletzten erdrückt. „Die Menschen sterben sprichwörtlich auf dem Boden der Einrichtungen“, so MSF.
„Die Situation ist untragbar“, sagte der Syrien-Verantwortliche der Hilfsorganisation, Carlos Francisco. „Die wenigen verbleibenden Ärzte mit der Fähigkeit, Leben zu retten, sehen ebenfalls dem Tod ins Auge.“ Erst vor kurzem sei der Leiter eines Gesundheitszentrums bei einem Angriff durch eine Fassbombe getötet worden.
Die Rebellengebiete der Stadt hatten in den vergangenen zwei Wochen die heftigsten Angriffe der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 erlebt. Die Kliniken in Ost-Aleppo zählten seitdem MSF zufolge mindestens 377 Tote.
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