■ RZ: Bekennerschreiben zu Münchner Anschlägen
München (ap) — „Revolutionäre Zellen“ haben sich zu zwei Sprengstoffanschlägen gegen Rechtsextremisten bekannt, die am Montag in München gescheitert waren. Das bayerische Landeskriminalamt teilte am Dienstag mit, daß zwei gleichlautende Selbstbezichtigungsschreiben im Büro einer Nachrichtenagentur und eines Nachrichtenmagazins in München eingingen. Unter der Überschrift: „Jetzt reichts mit dem braunen Dreck“ warfen die Verfasser dem 'Münchner Anzeiger‘ und der 'PR- Agentur Althans‘ faschistische und rassistische Propaganda vor. Vor den Häusern des 'Anzeigers‘ und der Agentur waren am Montag mit Sprengstoff gefüllte Rohre entdeckt worden. Die „Revolutionären Zellen“ haben laut Landeskriminalamt seit Herbst 1972 mehr als 200 Anschläge verübt. Das LKA nimmt an, daß es sich bei den Tätern von München um Mitglieder einer regionalen militanten Gruppe handelt.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen