: Behörde ohne Herz
Zugesagtes Geld für das „Cafée mit Herz“ bleibt aus – ehrenamtliche MitarbeiterInnen sind empört
Aus dem Pförtnerhaus auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses auf St. Pauli soll im Herbst eine Begegnungsstätte für Obdachlose werden. So hatten es die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des „Cafée mit Herz“, das in dem einstigen Krankenhaus zurzeit provisorisch untergebracht ist, zumindest geplant.
Doch daraus wird jetzt wohl nichts. Vor einem Jahr hatte die damalige Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales zwar zugesagt, den Neubau mit 100.000 Euro zu unterstützen, in der CDU-geführten Sozialbehörde gilt diese Zusage jedoch nicht mehr: „Wir lehnen die Investition wegen der angespannten Haushaltslage ab“, sagt Behördensprecherin Anika Wichert. Dem „Cafée“ sei in einem Brief mitgeteilt worden, dass „kein Bedarf für eine neue Einrichtung“ bestehe.
Holger Hanisch, Geschäftsführer der Begegnungsstätte, bewertet das Schriftstück anders als Wichert: Er habe aus dem Brief nicht geschlossen, dass die Finanzierung verweigert werde. Erst jetzt von der Ablehnung zu erfahren, ist für ihn ein Skandal. Hanisch befürchtet zudem, dass nun auch private Unterstützer ihre Spendenzusagen zu dem mit 650.000 Euro veranschlagten Projekt nicht einlösen und die Baubehörde, die wie die Sozialbehörde 100.000 Euro zuschießen sollte, ihre Finanzierungshilfe zurücknimmt. MAW
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