: Becks will nicht zahlen
■ Die Handelskammer und das Wasserspargesetz
Die Handelskammer spottet: „Man möchte in Ehrfurcht erschauern“. Die Bremer Ampelkoalition möchte den Wandel „vom Jahrhundert der Ökonomie zum Jahrhundert der Ökologie“ fördern. So jedenfalls steht es in der Präambel der Regierungserklärung. Der Satz ist in der Tat hoch gegriffen. Worum es geht, ist aber klar: Die knappe Natur soll nicht mehr gratis verbraucht werden dürfen, sondern als „Kostenfaktor“ in die Kalkulation der Ökonomie eingehen.
An diesem Trend führt kein Weg vorbei. Nicht die Grünen, CDU-Umweltminister Töpfer verkündet landauf, landab: Nur eine durch Umweltauflagen modernisierte Technologie ist zukunftsträchtig. Aber die Handelskammer ist Lobby, auch wo sie sich philosophisch gibt.
Sie will, daß Bremen sich der niedersächsischen Rechtslage nicht anschließt. Wo sie von „Kostennachteil“ redet, geht es um einen Kostenvorteil etwa gegenüber Unternehmen, die der niedersächsischen Umwelt-Gesetzgebung unterworfen sind. Handelskammer-Präses Hattig hat nur vergessen, zu erwähnen, daß auch Becks, sein eigenes Unternehmen, von dem Kostenvorteil profitieren würde. Klaus Wolschner
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen