: Bayern will private Sheriffs
München (AP) — Einen Sturm der Entrüstung hat die Ankündigung des bayerischen Innenministers Edmund Stoiber ausgelöst, eine Art Bürgerpolizei als Modellversuch im Freistaat zu testen. Die bayerische SPD warf dem CSU-Politiker in dieser Woche „Wildwestpraktiken“ und den Versuch der „Bespitzelung nach Stasi-Manier“ vor. Der Bayerische Beamtenbund kritisierte, eine Hilfspolizei auf privatrechtlicher Grundlage sei mit dem Grundgesetz unvereinbar. Nach den Plänen Stoibers sollen speziell geschulte Bürger die bayerische Polizei unterstützen, indem sie als „Sicherheitsberater, Ansprechpartner und Bindeglied“ zwischen Bevölkerung und Polizei fungieren und Informationen an die Beamten weitergeben.
Im bayerischen Innenministerium ist eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt, diese nach Angaben des CSU-Politikers „neuen modernen Sicherheitskonzeptionen“ zu entwickeln. Das Konzept soll dann im Modellversuch in Nürnberg, Ingolstadt und Deggendorf erprobt werden.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen