piwik no script img

Bayern: Vogelkiller als Jagdpächter gesucht

Wenige Tage vor der Eröffnung des Großflughafens München II im einstmals schönen Erdinger Moos offenbarte die Flughafen München GmbH (FMG), daß sie mit der gleichen Radikalität, die bereits zur Vernichtung des Erdinger Mooses geführt hat, nun auch gegen die dort verbliebene Vogelwelt vorgehen will — wegen der Vogelschlaggefahr. In einem dem Landtagsabgeordneten der Grünen, Dr. Christian Magerl, zugespielten Musterpachtvertrag heißt es: „Im Rahmen der normalen Jagdhandlungen im Randbereich des Flughafens sind (...) Maßnahmen der FMG durch gezielte Vergrämung/Abschuß von Großvögeln, wie z.B. Graureiher, Greif- und Entenvögel zu unterstützen (Aufhebung der Schonzeiten).“ Natürlich gibt es einen weiteren interessanten Passus in dem Vertrag, der möglicherweise deutlicher macht, worum es geht: „Der Pächter ist verpflichtet, einmal pro Jagdjahr eine Treibjagd durchzuführen, an der bis zu 15 Betriebsangehörige der FMG (...) als Jagdgäste einzuladen sind.“(Foto: keystone)

Nur noch 430 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen