piwik no script img

Barre flieht aus Somalia

■ Staatspräsident verläßt Mogadischu und bittet in Abu Dhabi um Asyl/ Berichte sprechen von Tausende von Leichen

Abu Dhabi (ap/dpa) — Somalias Präsident Siad Barre ist gestern aus Mogadischu in die Vereinigten Arabischen Emirate geflohen und hat in dem Golfscheichtum um politisches Asyl gebeten. Das verlautete aus diplomatischen Kreisen in Abu Dhabi. Die Flucht erfolgte nach monatelangem Bürgerkrieg, in dessen Verlauf die Guerilla in den letzten Tagen bis in die Hauptstadt Mogadischu vorgedrungen war.

Die Kämpfe der vergangenen zehn Tage waren offenbar von besonderer Härte und Grausamkeit. Ein Professor der Kairoer al Azhar-Universität berichtete, in den Straßen lägen Tausende von Leichen. SEITE 2

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen