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Bald Generalstreik?

■ Arbeiter in Süd-Korea demonstrieren gegen das novellierte Arbeitsgesetz

Seoul (AFP) – Obwohl sich Regierung und Opposition in Süd- Korea auf Nachbesserungen an dem umstrittenen Arbeitsgesetz geeinigt haben, haben Gewerkschaftsführer am Wochenende mit einem neuen Generalstreik gedroht. Der verbotene Dachverband KCTU sei in der Lage, eine halbe Million Mitglieder zu mobilisieren und könne damit die Schlüsselindustrien des Landes lahmlegen. Um den Drohungen Nachdruck zu verleihen, gingen in mehreren Städten erneut Tausende von Arbeitern auf die Straße.

Vertreter der regierenden Neuen Korea-Partei (NKP) sowie zweier Oppositionsparteien hatten sich zuvor auf eine Novellierung des Arbeitsgesetzes verständigt, das die Regierung erst im Dezember gegen den erbitterten Widerstand der Gewerkschaften im Alleingang durch das Parlament gebracht hatte. In den Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition wurde nunmehr vereinbart, daß Entlassungen nur aus „dringenden Management-Gründen“ erlaubt sein sollen. Allerdings soll diese umstrittene Klausel für zwei Jahre ruhen. Gewerkschaftsführer zeigten sich unzufrieden mit den Verhandlungsergebnissen. Er werde zum Streik aufrufen, wenn das Parlament nicht die „giftigen“ Klauseln aus dem Arbeitsgesetz streiche, erklärte der Gewerkschaftsdachverband.

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