■ Bahn will Tarife im Osten angleichen: Neue Länder wehren sich gegen Preiserhöhung
Berlin (dpa) – In den neuen Ländern wächst der Widerstand gegen die von der Deutschen Bahn AG geplanten Tariferhöhungen im Nahverkehr. Nach Sachsen haben bis zum späten Montagabend auch die Länder Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Einspruch gegen die zum 1. April geplanten Preiserhöhungen erhoben. Das teilte die Berliner Senatsverkehrsverwaltung als zuständige Genehmigungsbehörde gestern mit. Die weitgehende Angleichung der Ost- an die West-Tarife im Nahverkehr schon 1999 wird damit immer unwahrscheinlicher. Die drei Länder begründen die Ablehnung unter anderem mit dem Lohngefälle in Ost und West sowie mit dem qualitativen Unterschied beim Bahnangebot gegenüber den alten Ländern. Die Anpassung der Nahverkehrstarife an West-Niveau müsse daher langsamer erfolgen. Für die Nachverhandlungen zwischen Bahn und Ländern hat sich unterdessen das Bundesverkehrsministerium als Vermittler angeboten.
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