Bahn-Tarifstreit: Keine Streiks bis Ende September
Verständigung zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL: Die Konfliktparteien einigten sich zumindest auf ein Verfahren für die Tarifverhandlungen.
BERLIN taz/dpa Im Tarifstreit bei der Bahn haben die Vermittler Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf eine Verständigung erreicht und die Gefahr erneuter Lokführerstreiks vorerst gebannt. Das teilten die früheren CDU-Spitzenpolitiker nach zweiwöchigen Moderationsgesprächen am Dienstag in Berlin mit. Der Konzern und die Lokführergewerkschaft GDL verständigten sich demnach darauf, in welchem Verfahren eine Lösung des Tarifstreits bis 30. September erreicht werden soll. Bis dahin soll es keine weiteren Arbeitsniederlegungen geben.
Geißler sagte, der bundeseigene Konzern solle nun "parallele" Tarifverhandlungen mit der GDL einerseits und den anderen beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA andererseits aufnehmen. Dabei solle die GDL über Entgelte und Arbeitszeiten für die Lokführer verhandeln können. Vorgesehen sei eine enge Abstimmung mit den anderen beiden Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA. Ziel sei, "konflikt- und widerspruchsfreie" Ergebnisse für den gesamten Konzern zu erreichen.
Transnet teilte mit, dadurch bleibe ein einheitliches Tarifgefüge bestehen. Die Vermittlungsgespräche hatten 13. August begonnen und wurden nichtöffentlich geführt. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale und GDL-Chef Manfred Schell begrüßten die gefundene Lösung.
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