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Baggern ohne Kritik

■ Bayern wollen Donau alleine stauen

München (taz) – Gutachter unerwünscht: Die Meinung des Wiener Wasserbauexperten Harald Ogris wird im Planungsverfahren zum Ausbau der Donau keine Rolle mehr spielen. Die Vorschläge des Professors seien „verfehlt“, hat das bayerische Wirtschaftsministerium erkannt.

Ogris hatte angeregt, auf Staustufen zwischen Straubing und Vilshofen zu verzichten: Sie würden die Auwälder zerstören und seien mit mindestens zwei Milliarden Mark Baukosten extrem teuer. Statt dessen schlägt er vor, am Donauufer zahlreiche Steinwälle aufzuschichten. Solche „Bunen“ würden den Wasserlauf bremsen und den Fluß so weit aufstauen, daß ihn alle heute üblichen Binnenschiffe befahren können.

Diese „Ogris-Methode“ kam wegen der Kostensenkung auf 500 Millionen auch dem Bundesverkehrsministerium sympathisch vor. Acht Wasserbauexperten, vom bayerischen Wirtschaftsministerium befragt, sind dagegen. Sie glauben, daß der Wasserspiegel nicht ausreichend steigt. Darin sieht der Bund Naturschutz eine Kampfansage an die Naturschützer. Der nun geplante Ausbau der Donau sei „das Ende der Donau als Fluß“, sagte BN-Sprecher Christoph Markl. Sollte das Raumordnungsverfahren wie jetzt geplant abgeschlossen werden, werde man dagegen klagen. Felix Berth

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